EBU NEWSLETTER
No 56

Vom EBU-Büro herausgegeben


Mit finanzieller Unterstützung der GD Beschäftigung, soziale Angelegenheiten und Chancengleichheit der Europäischen Kommission
 

Inhalt:

[Die in diesem Newsletter vertretenen Meinungen sind die der Autoren und entsprechen nicht zwingend den Ansichten der EBU.]





Mitteilung des Herausgebers

Herzlich Willkommen bei der Ausgabe Nr. 56 des EBU-Newsletter.

Die 8. EBU-Generalversammlung (Antalya, Türkei, 24.-26. Oktober 2007) rückt näher und unser Gastgeber, der Türkische Blindenverband, ist mit den letzten Vorbereitungen beschäftigt. Dem am Wochenende in Barcelona zusammengetretenen EBU-Präsidium wurde mitgeteilt, dass die Vorbereitungen problemlos verlaufen. Währenddessen kümmert sich das Präsidium um die Fertigstellung der Arbeitsdokumente, die vor der Generalversammlung zugestellt werden, damit sich die Delegierten entsprechend vorbereiten und sich aktiv bei der Generalversammlung einbringen können.

Bitte beachten Sie, dass Teilnehmer, die ihre Führhunde mit in die Türkei bringen möchten und über Großbritannien reisen, mit Problemen konfrontiert werden könnten. Die Türkei wurde noch nicht in die Liste der Länder aufgenommen, von denen aus ein Hund nach Großbritannien einreisen kann, was bedeutet, dass dieser trotz Hundepass und den entsprechenden Papieren bei der Rückkehr nach Großbritannien in Quarantäne muss.

Im Rahmen der „1million4disability“-Kampagne ist für den 4. Oktober eine große Versammlung in Brüssel geplant. Das Europäische Behindertenforum hofft, dass so viele Menschen wie möglich an dieser Versammlung teilnehmen. Je zahlreicher wir sind, desto größer ist die Chance, dass wir uns Gehör verschaffen!

Die EBU setzt sich weiterhin mit ganzer Kraft im Bereich der EU-Gesetzgebung ein. Wir freuen uns besonders, Ihnen die herausragenden Fortschritte unserer Kampagne für portofreie Postsendungen für Blinde vorstellen zu können.

Unser Spezial ist dieses Mal zugänglichen Zahlungsmitteln in den Niederlanden gewidmet. Wir hoffen, dass dieser Artikel andere Blindenorganisationen dazu ermutigen wird, sich für ähnliche Möglichkeiten einzusetzen, wo diese noch nicht existieren.

Ich wünsche Ihnen viel Spaß bei der Lektüre dieser Ausgabe. Für Kommentare und Anregungen steht Ihnen folgende E-Mail-Adresse zur Verfügung: ebuoffice@euroblind.org


Zurück zum Inhalt


 

« 1million4disability »

GROSSE BÜRGERVERSAMMLUNG
4. Oktober 2007 – Rond-Point Schuman – Brüssel – 13 Uhr

 

WARUM?

Diese Versammlung bildet das Kernstück der europäischen Bürgerkampagne „1million4disability“.

Wir wollen zusammentreffen, um uns als mündige Bürger zu präsentieren, unsere Stimmen zu erheben und europäische Gesetzesmaßnahmen gegen die Diskriminierung Behinderter in allen Lebenslagen zu fordern.

Beteiligen Sie sich an dieser Versammlung, um sich für ein Europa einzusetzen, in dem Behinderte nicht diskriminiert werden!

Kommen Sie, um der Diskriminierung den Kampf zu erklären und sich für gleiche Chancen und Rechte auszusprechen.


WER?

Wir brauchen SIE, um den Erfolg und die Sichtbarkeit unserer Versammlung zu garantieren.

Erwartet werden Delegationen Behinderter aus ganz Europa, Behinderte mit ihren Familien und Freunden aus ganz Belgien und den Nachbarstaaten, offizielle Vertreter der EU und ihrer Mitgliedstaaten, Vertreter der Zivilgesellschaft und viele mehr.

Je zahlreicher wir sind, desto größer ist unsere Chance, unserer Stimme Gehör zu verschaffen! 



WAS?

Eine fröhliche, farbenfrohe und positive Versammlung … Live-Musik und das gleichzeitige Freilassen mehrerer Tausend Luftballons werden für festliche Stimmung sorgen.

Jeder Teilnehmer ist aufgefordert, eine persönliche Nachricht zu verfassen, die der Europäischen Kommission und dem Europäischen Parlament übergeben wird.



Programm

12.30 Uhr: Ankunft der Teilnehmer

13.00 Uhr: Offizielle Eröffnung der Versammlung (Reden und Live-Musik)
13.30-14.30 Uhr: Zusammenkunft mit den Präsidenten der Europäischen Kommission und des Europäischen Parlaments (Reden und Live-Musik)

14.30 Uhr: Bekanntgabe der Ergebnisse der Zusammenkunft mit den hohen Vertretern der europäischen Institutionen (Reden und Live-Musik)

14.45 Uhr: Gleichzeitiges Freilassen mehrerer Tausend Luftballons

15.00 Uhr: Ende der Versammlung


WO? WANN?

Datum: 4. Oktober 2007
Zeit: 13.00-15.00 Uhr
Ort: Rond-Point Schuman (1040 Brüssel), ein strategischer Ort zwischen den offiziellen EU-Gebäuden.
Metro: Schuman
Busparkplatz: Av. de la Joyeuse entrée / Av de la Renaissance.



WIE?

Die Teilnehmer sind dazu aufgefordert, eine Fahne ihres Landes und/oder ihrer Region, das Banner ihrer Organisation und Spruchbänder zum Thema Nichtdiskriminierung und Gleichberechtigung für Behinderte mitzubringen.


Nähere Informationen erteilt Valérie Asselberghs, EDF-Informations- und Mitgliedschaftsbeauftragte: valerie.asselberghs@edf-feph.org
htpp://www.1million4disability.eu


Zurück zum Inhalt


Postdienste  

Nach der Annahme des Änderungsantrags für die Postdienst-Richtlinie hinsichtlich der Bereitstellung portofreier Postsendungen für Blinde und Sehbehinderte durch den Ausschuss für Verkehr und Fremdenverkehr leistete die EBU vor der ersten Lesung im Europäischen Parlament im Juli eine erfolgreiche Lobbyarbeit. Der Änderungsantrag wurde vom Parlament verabschiedet und wir sind derzeit dabei, Überzeugungsarbeit bei den Mitgliedstaaten zu leisten, um sicherzustellen, dass auch der Rat diesem Änderungsantrag zustimmen wird.
Eine erste Rückmeldung seitens der Mitgliedstaaten fiel gemischt aus – einige stehen dem Änderungsantrag positiver gegenüber als andere. Die Stellungnahme des Rates wird für November erwartet.

Nähere Informationen erteilt Dan Pescod, Verantwortlicher für europäische und internationale Kampagnen, RNIB: dan.pescod@rnib.org.uk

Zurück zum Inhalt


Europäische Digitale Bibliothek

Am 25. September beschließt das Europäische Parlament über den Bericht von Marie-Hélène Descamps „i2010: Auf dem Weg zu einer Europäischen Digitalen Bibliothek“. In diesem Bericht werden die Mitgliedstaaten dazu aufgefordert, die Digitalisierung kultureller Inhalte voranzutreiben und die EU wird dazu angehalten, neue Finanzierungsmaßnahmen für die Digitalisierung zu entwickeln, um die von der Kommission im Jahr 2005 geforderte Europäische Digitale Bibliothek auf den Weg zu bringen.

In einem Schreiben vom 6. September bat die EBU die Berichterstatterin, Änderungsanträge hinsichtlich der Zugänglichkeit digitalisierter Dokumente vor dem Beschluss in der Plenarsitzung in Betracht zu ziehen. Obwohl sie unseren Bedenken offen gegenüber stand, sah sie es insbesondere aufgrund der Vereinbarung mit anderen politischen Gruppen, dass kein Änderungsantrag gestellt würde, als nicht angemessen an, in der Plenarsitzung einen solchen vorzubringen. Des Weiteren wies sie darauf hin, dass ihr Bericht mehr als politische Erklärung denn als technischer Bericht anzusehen sei. Sie bot uns jedoch ein Treffen hinsichtlich einer zukünftigen Zusammenarbeit in den Bereichen digitale Integration („eInclusion“) und barrierefreier Zugang („eAccessibility“) an.

Nähere Informationen erteilt Anne Spinali, zuständig für europäische Kampagnen, RNIB:
anne.spinali@rnib.org.uk

Zurück zum Inhalt

 


Antwort der EBU auf die Anhörung der Kommission zum Thema e- Inclusion

 
Die Europäische Kommission beabsichtigt, bis zum Jahresende eine umfassende Strategie zum Thema digitale Integration („e-Inclusion”) vorzustellen und führt zu diesem Zweck eine öffentliche Anhörung durch, die sich insbesondere mit den EU-Maßnahmen im Bereich des barrierefreien Zugangs („eAccessibility“) auseinandersetzt.

„e-Inclusion” umfasst sowohl die digitale Integration als auch den Einsatz von Informations- und Kommunikationstechnologien (IKT) zur Verbesserung der Integration. „e-Inclusion” zielt auf eine Beteiligung aller Personen und Gemeinschaften in allen Bereichen der Informationsgesellschaft und somit auf eine breitere Nutzung der IKT zur Überwindung von Ausgrenzung und Verbesserung der Wirtschaftsleistung und des Arbeitsangebots sowie der Erhöhung der Lebensqualität, der sozialen Integration und des gesellschaftlichen Zusammenhalts ab.

Aufgrund der großen Bedeutung der Informationstechnologien für Sehbehinderte reagierte die EBU auf diese Anhörung. Die Antwort der EBU wurde bereits unter folgender Adresse auf der Website der Europäischen Kommission veröffentlicht:

http://ec.europa.eu/information_society/policy/ecomm/doc/info_centre/public_consult/review /comments/ebu_european_blind_union.pdf

Zurück zum Inhalt


   


Zugänglichkeit von Publikationen

 Sehbehinderte diskutierten in Genf mit IVU über internationale Zugänglichkeit


Die Internationale Verlegerunion (IVU) lud sehbehinderte Fachleute und Entscheidungsträger des Verlagswesens zu einem Dialog über den grenzüberschreitenden Zugang zu Publikationen in zugänglichen Formaten für Blinde und Sehbehinderte.

Das Treffen mit Vertretern der Weltblindenunion, des DAISY-Konsortiums, der Abteilung Blindenbibliotheken der IFLA, Fachleuten des Verlagswesens und internationalen Entscheidungsträgern fand am 2. Juli 2007 in Genf statt.

Auf der Tagesordnung stand unter anderem die kürzlich durchgeführte Studie der Weltorganisation für geistiges Eigentum (WIPO), die die Dringlichkeit eines grenzüberschreitenden Zugangs zu Publikationen in einem für Sehbehinderte geeigneten Format besonders hervorhebt. Die Teilnehmer einigten sich auf ein gemeinsames Arbeitsprogramm zur Identifizierung und Untersuchung verschiedener Lösungsansätze.

Die bei diesem Treffen anwesende IVU-Präsidentin Ana Maria Cabanellas machte folgende Aussage: „Verlage und Sehbehinderte verfolgen hinsichtlich der Zugänglichkeit von Publikationen für Sehbehinderte das gleiche Ziel. Wir müssen gemeinsam internationale Lösungen finden, die das Vertrauen und den Kooperationsgeist widerspiegeln, die von Verlagen und Wohltätigkeitseinrichtungen in aller Welt aufgebaut wurden.“

Die von Judith Sullivan verfasste WIPO-Studie kann unter folgender Adresse eingesehen werden:
http://www.wipo.int/meetings/en/doc_details.jsp?doc_id=75696

Zurück zum Inhalt



 Europäische Verlage besuchen RNIB


Am 29. August 2007 stattete die Direktorin des Europäischen Verlegerverbandes (FEP), Anne Bergman, dem RNIB einen Besuch ab. Bei dieser Gelegenheit wurden ihr die neuesten Produktionsverfahren sowie verschiedene Machbarkeitsstudien und Pilotprojekte vorgestellt, die in Zusammenarbeit mit britischen Verlagen durchgeführt werden.

Des Weiteren wurden die Fortschritte auf europäischer Ebene diskutiert. Es wurde entschieden zu untersuchen, ob ein oder zwei europäische Verleger bereit wären, als Interessenvertreter für Sehbehinderte aufzutreten und gemeinsame Treffen mit Herstellern und Vertreibern von Softwareprodukten wie Adobe und Quark zu organisieren.
 



 Überarbeitung der europäischen Copyright-Richtlinie

Die EBU-Arbeitsgruppe für Urheberrecht und Verlagswesen ist derzeit auf der Suche nach einem Mitglied des Europäischen Parlaments, das der Europäischen Kommission einen Fragenkatalog vorlegt, um zu erfahren, was diese hinsichtlich der Umsetzung der in den Anhörungen vorgebrachten Empfehlungen unternehmen wird.

Nähere Informationen erteilt Anne Spinali, zuständig für europäische Kampagnen, RNIB: anne.spinali@rnib.org.uk


Zurück zum Inhalt


Neues aus dem Bereich Technik

 Thunder

 Durch einfaches Herunterladen der Software Thunder ScreenReader kann Ihr mit XP oder Vista ausgestatteter PC auch von Sehbehinderten genutzt werden. Ihr Computer wird auf Knopfdruck mit Ihnen sprechen und Ihnen vorlesen, was auf dem Bildschirm zu sehen ist.

Das mit Thunder installierte Programm WebbIE ermöglicht das Surfen im Internet und ist über das Programmmenü aufrufbar. WebbIE ist ein Textbrowser, der Bildelemente ausblendet und eine Website in klarem Fließtext anzeigt, dessen Schriftgröße beliebig verändert werden kann.

Der Zugang zu Webradio und einer großen Gratis-Online-Bibliothek sowie zahlreiche weitere Features sind ebenfalls in diesem Programm enthalten. Nach der Installation von Thunder kann über das Programmmenü auf alle Eigenschaften zugegriffen werden.


Nähere Informationen erteilt Roger Wilson-Hinds: ask@screenreader.net

www.screenreader.net

Zurück zum Inhalt



 Voice on the Goo

Stellen Sie sich vor, nur mit Ihrer Stimme auf Ihre E-Mails und Ihren digitalen Terminkalender zuzugreifen – Voice on the Go macht’s möglich!
Nutzen Sie Ihre Zeit optimal, um mit Ihrer Familie, Freunden und Ihrem Arbeitsplatz in Verbindung zu bleiben und nur mit Ihrer Stimme auf Ihre E-Mails, Ihre Kontakte und Ihren Terminkalender zuzugreifen. Mit Voice on the Go brauchen Sie weder Hände noch Augen, um in aller Ruhe auf Ihre E-Mails und andere Informationen zuzugreifen und wichtige Nachrichten zu beantworten, Termine zu verändern oder zu erstellen, nach Kontakten zu suchen und zu telefonieren, wann und wo immer Sie wollen – auf dem Flughafen, unterwegs oder in der Pause zwischen zwei Sitzungen.


www.voiceonthego.com


Zurück zum Inhalt


2009 – 200. Geburtstag von Louis Braille

 
Das „Comité International pour la Commémoration du bicentenaire de la NAissance de Louis Braille” (CINAL) wurde speziell für die Vorbereitung der Feierlichkeiten zu Louis Brailles 200. Geburtstag im Jahr 2009 eingerichtet und vereint die größten französischen Sehbehinderten- und Blindenorganisationen. Andere europäische und internationale Organisationen sind dazu aufgerufen, sich ebenfalls an diesem Ausschuss zu beteiligen!

Es sind bereits zahlreiche Veranstaltungen geplant: Einführungsveranstaltungen am INJA, der Blindenschule, die Louis Braille besuchte und an der er später auch lehrte, sowie an seiner Grabstätte im Pantheon, ein Konzert in der Kathedrale Notre-Dame, Konferenzen und eine Wanderausstellung über die Brailleschrift und ihre Zukunft.

Derzeit wird Geld für die Finanzierung der geplanten Veranstaltungen gesammelt. Spendernamen werden in ein goldenes Buch eingetragen:


 Bei einer Spende von 50 Euro werden Name, Vorname und Adresse des Spenders in das golden Buch aufgenommen;
 eine Spende von 75 Euro gibt Anrecht auf eine Kurzbotschaft von 10 Wörtern;
 eine Spende von 100 Euro gibt Anrecht auf eine Botschaft von 30 Wörtern.

Organisationen, die dem CINAL beizutreten wünschen, haben einen Mitgliedsbeitrag von 250 Euro für die drei Jahre bis 2009 zu entrichten. Für den 29. November 2007 ist in den Räumlichkeiten des französischen Sehbehinderten- und Blindenverbands in Paris eine Generalversammlung geplant.


Nähere Informationen erteilt CINAL-Präsident Vincent Michel: cinal@cinal.fr

 

Zurück zum Inhalt


SPEZIAL
Zugang zu elektronischen Zahlungsmitteln

Zugängliche Bankgeschäfte und Zahlungsmittel

von Mildred Theunisz – VIZIRIS, Niederlande


Einleitung

VIZIRIS (früher bekannt als Niederländischer Sehbehinderten- und Blindenverband) schützt die medizinischen und sozialen Rechte aller in den Niederlanden lebenden Sehbehinderten.
VIZIRIS setzt sich für ihre Interessen ein und erarbeitet konkrete Problemlösungen in folgenden Bereichen:

 Mobilität und Zugang zu öffentlichen Plätzen
 Zugänglichkeit von Medien, Büchern und Druckmaterial
 nformations- und Kommunikationstechnologien
 Gesetze und Vorschriften
 Zugänglichkeit von Zahlungsverkehr und Bankgeschäften

Mit diesem Artikel möchte VIZIRIS auf seine Arbeit im Bank- und Zahlungswesen sowie die Notwendigkeit aufmerksam machen, diese Arbeit auf internationaler Ebene weiterzuführen.

Bis in jüngster Zeit ging jemand, der Bargeld brauchte, zu seiner Bank und hob dieses von seinem Konto ab. Einkäufe wurden bar oder per Scheck bezahlt, Überweisungen erfolgten von Hand auf Papier.

Ende der 1990er Jahre wurde dieser traditionelle Zahlungsverkehr jedoch mehr und mehr durch neue Technologien ersetzt. Geldautomaten wurden häufiger und in Geschäften und Supermärkten konnte bargeldlos mit PIN-Karte bezahlt werden. Ein Vorteil dieser elektronischen Zahlungsmittel ist, dass ein Kontoinhaber rund um die Uhr Geld von seinem Konto abheben kann. Zudem muss der Geldautomat nicht der eigenen Bank gehören – in den Niederlanden kann Geld von jedem beliebigen Bankautomaten abgehoben werden. Dank der Bezahlung per Bankkarte ist es möglich, bargeldlos einkaufen zu gehen (was für einige von Nachteil sein kann!).
 


Situation in den Niederlanden

In den Niederlanden war der Zahlungsverkehr seit jeher äußerst effizient. Mit der Einführung der neuen Technologien sahen die Banken einerseits die Gelegenheit, ihren Kunden neue und modernere Möglichkeiten zur Abwicklung von Zahlungsverkehr und Bankgeschäften zur Verfügung zu stellen und andererseits Personal- und Raumkosten einzusparen. Die Supermärkte begrüßten den elektronischen Zahlungsverkehr, da dieser eine schnellere Abrechnung am Ende des Geschäftstages ermöglichte und zudem die Sicherheit in den Geschäften erhöhte, da sich weniger Bargeld in den Kassen befand. Mit der zunehmenden Verfügbarkeit preisgünstiger Technologieprodukte nahmen Computer und Internet in den niederländischen Haushalten mehr und mehr zu. Dies brachte die Banken dazu, ab Ende des 20. Jh. Online-Banking anzubieten.

In den Augen der niederländischen Verbraucher war die elektronische Abwicklung von Bankgeschäften und Zahlungsverkehr mit zahlreichen Vorteilen verbunden und nahm entsprechend innerhalb kürzester Zeit enorm zu (allein im Jahr 2006 stieg die Bezahlung mit Bankkarten um 9 %). Die Banken nahmen diesen Anstieg als Zeichen dafür, dass die klassische Abwicklung von Bankgeschäften an Bedeutung verlor, wie auch die statistischen Zahlen zeigten: im Jahr 2004 erfolgten 95 % der Bargeldabhebungen an einem Geldautomaten und nur 5 % am Bankschalter. Aus diesem Grund schlossen zahlreiche Banken einige ihrer Filialen und ersetzten diese durch Geldautomaten. Andere behielten zwar ihre Filialen bei, jedoch ohne Safe und somit ohne die Möglichkeit, am Schalter Bargeld abzuheben. Eine weitere Maßnahme, die die Bankkunden zur Nutzung der Geldautomaten anregen sollte, war die Einführung einer neuen Regelung durch einige Banken, laut der nur noch Geldbeträge über 500 Euro am Schalter abgehoben werden konnten.

Die Schließung der Bankfilialen erreichte im Zeitraum 2000-2004 ihren Höhepunkt: gab es 1997 noch 6 278 und im Jahr 2000 noch 6 152 Filialen, waren es 2004 nur noch 3 800 und 2006 rund 3 700. Im gleichen Zeitraum stieg die Anzahl der Geldautomaten von 6 397 im Jahr 1997 auf 8 000 im Jahr 2006.

Dieselbe Entwicklung ist beim Online-Banking zu beobachten. Mehr und mehr Bankprodukte und -dienstleistungen stehen im Internet zur Verfügung. Viele Banken drängen ihre Kunden mehr oder weniger sanft zur Aufgabe der traditionellen Abwicklung und Nutzung des Online-Bankings. So sind herkömmliche Vorgehensweisen wie manuelle Überweisungen heute gebührenpflichtig, während das Online-Banking abgesehen von den Internetkosten gratis zur Verfügung steht. Obwohl die Gebühren niedrig sind, hoffen die Banken, dass ihre Kunden sich aufgrund dieser Maßnahme für das gebührenfreie Online-Banking entscheiden.

Die Kunden schätzen ihrerseits den Vorteil des Online-Bankings, jederzeit einen direkten Zugriff auf ihr Bankkonto zu haben. Im Jahr 2006 nutzten über 8 Millionen Menschen in den Niederlanden diesen Service.
 


 Standpunkt von VIZIRIS

Auch Sehbehinderte sollten in der Lage sein, ihre Bankgeschäfte und ihren Zahlungsverkehr selbständig abzuwickeln, wenn sie dies wünschen, ohne dabei mit technischen Hindernissen konfrontiert zu sein. Natürlich gibt es auch Menschen, die ihre Bankgeschäfte lieber von einer anderen Person abwickeln lassen – diese Wahl sollte jedoch jedem selbst überlassen sein, und zwar unabhängig von der Fähigkeit, die entsprechende Technologie zu nutzen.

Als sich VIZIRIS Ende der 1990er Jahre der Entwicklung zugunsten elektronischer Zahlungsmittel bewusst wurde, gründete der Verband gemeinsam mit der EBU eine Arbeitsgruppe zu diesem Thema. Die Arbeitsgruppe für elektronische Zahlungsmittel stellte eine Liste der Bedingungen zusammen, die erfüllt sein müssen, um diese Technologie auch Sehbehinderten zugänglich zu machen.
VIZIRIS setzte dieses Dokument als Ausgangsbasis für seine Arbeit in den Niederlanden ein. Zuerst bestand diese Arbeit darin, die Banken und andere Entscheidungsträger über die mit den neuen Technologien verbundenen Hindernisse in Kenntnis zu setzen und entsprechende Lösungsvorschläge zu unterbreiten. Zudem mussten die Banken davon überzeugt werden, dass es Sehbehinderten von Rechts wegen zusteht, ihre Bankgeschäfte selbständig abzuwickeln und dass eine Zugänglichkeit für alle zahlreiche Probleme aus dem Weg räumen würde. Einige Banken fassten ins Auge, spezielle Dienstleistungen für Behinderte bereit zu stellen. Dies ist natürlich eine Möglichkeit. VIZIRIS vertritt jedoch die Ansicht, dass Sehbehinderte ein Anrecht darauf haben, die Vorteile neuer Technologien genauso zu nutzen wie andere Kunden und dass dies nur möglich ist, wenn eine Zugänglichkeit dieser Technologien für alle gewährleistet ist. Eine zusätzliche Lösung wäre z. B. die Unterstützung durch Bankangestellte.

Von den Nachteilen dieser neuen Technologien waren jedoch nicht nur Sehbehinderte betroffen, sondern auch Menschen mit anderen Behinderungen, die sich in einer größeren Abhängigkeit befanden, da sie nicht in der Lage waren, die Bankautomaten selbständig zu nutzen. Auch ältere Menschen fühlten sich bei der Nutzung eines Geldautomaten häufig unsicher. Aus diesem Grund trat VIZIRIS zusammen mit Seniorenverbänden und dem nationalen Behindertenrat in Aktion. Im Jahr 2001 wurde drei Tage lang eine Hotline geschaltet, die einen überwältigenden Erfolg verbuchen konnte. Das Thema wurde im Parlament aufgegriffen und ausführlich in den Medien behandelt. Dies markierte den Anfang einer neuen Entwicklung.

Die Banken realisierten, dass es sich um eine große Kundengruppe handelte, die sie nicht ignorieren konnten. Getreu der politischen Tradition der Niederlande wurden daraufhin mehrere beratende Ausschüsse ins Leben gerufen. Die Banken trafen mit verschiedenen Verbraucherschutz- und Interessengruppen zusammen (darunter auch VIZIRIS) und im Rahmen des 2003 vom Finanzministerium ins Leben gerufenen nationalen Forums für Zahlungsmittel (niederländisch MOB) treten die Entscheidungsträger regelmäßig zusammen, um über Probleme zu diskutieren, gemeinsame Lösungen zu finden und Grundsatzvereinbarungen zu treffen.
 


Aktivitäten von VIZIRIS

Die erste Aktion von VIZIRIS war die Auseinandersetzung mit der Zugänglichkeit von Geldautomaten, die ein dringendes Problem darstellte (siehe o. g. Zahlen). Zwar wurden spezielle Vereinbarungen getroffen, die es älteren und behinderten Menschen ermöglichten, auch Beträge unter 500 Euro am Bankschalter abzuheben, es wurden jedoch weiterhin zahlreiche Bankfilialen geschlossen.

Auf der Grundlage des britischen Leitfadens für zugängliche Geldautomaten von 2002 wurde eine niederländische Version herausgegeben. Der Leitfaden wurde übersetzt und es wurden einige neue Punkte hinzugefügt, die selbstverständlich den geltenden internationalen Normen entsprachen. Nach britischem Vorbild arbeiteten wir ebenfalls mit den Banken zusammen, um sicherzustellen, dass sie die praktische Nutzung des Leitfadens unterstützen würden. Der niederländische Leitfaden wurde im Oktober 2004 herausgegeben und anlässlich der nationalen Woche der Zugänglichkeit vorgestellt.

Zusätzlich zu der Herausgabe des Leitfadens wurden Untersuchungen durchgeführt, um herauszufinden, ob den Kunden ein ausreichender Zugang zu Bankdienstleistungen zur Verfügung stand, wobei der Schwerpunkt auf Dienstleistungen gelegt wurde, die häufig in Anspruch genommen werden, wie das Abheben von Bargeld. So wurde beispielsweise ein „Cash back“-System eingeführt und großflächig gefördert, das es ermöglicht, sein Rückgeld in bar ausgezahlt zu bekommen, wenn man in einem Geschäft per Karte mehr als den angegebenen Preis bezahlt. Auch die Möglichkeit gemeinsamer Bankdienstleistungen wurde in Betracht gezogen. So starteten beispielsweise einige Banken Pilotprojekte für gemeinsame Dienstleistungen und Bankgeschäfte mit dem Stadtrat und Bibliotheken.

Nach dem Leitfaden für Geldautomaten wurde ein ähnlicher Leitfaden für Zahlungsterminals herausgegeben, der komplett von VIZIRIS zusammengestellt werden musste, da auf internationaler Ebene noch keine vollständigen technischen Daten existierten. Für die Eingabe-Tastatur standen detaillierte technische Daten zur Verfügung, während es für andere Teile des Zahlungsterminals allgemeinere Beschreibungen gab. Die Erfahrung hat gezeigt, dass der Industrie und anderen Entscheidungsträgern am besten detaillierte technische Angaben nützen, wenn sie von der Notwendigkeit der Zugänglichkeit überzeugt sind. Der Leitfaden zum Thema benutzerfreundliche Zahlungsterminals wurde Ende Mai 2007 auf Englisch herausgegeben. Die Bewerbung dieses Dokuments in den Niederlanden und Europa wird nach der Sommerpause erfolgen.

In diesem Jahr wurde in den Niederlanden auf Initiative von VIZIRIS erstmalig vom nationalen Forum eine breit angelegte Studie zum Thema Zahlungssysteme und Abwicklung von Banksystemen und Zahlungsverkehr durch Senioren und Behinderte durchgeführt. Diese Studie ergab, dass Sehbehinderte wesentlich größere Probleme haben, ihre Bankgeschäfte abzuwickeln und in Geschäften zu bezahlen als Menschen mit anderen Behinderungen. Des Weiteren stellte sich heraus, dass Telefon-Banking bei Sehbehinderten äußerst beliebt ist. Die Ergebnisse dieser Studie werden im Herbst 2007 veröffentlicht.

Ferner gehört VIZIRIS zu den Organisationen, die hinsichtlich des einheitlichen europäischen Zahlungsraums (SEPA) konsultiert werden. Ab 2008 werden die Länder der Eurozone nach und nach einen einheitlichen europäischen Zahlungsraum bilden. Dann werden die Bürgerinnen und Bürger der Eurozone ihren Zahlungsverkehr sowohl im eigenen Land als auch mit den anderen Ländern der Eurozone mit den gleichen Zahlungsinstrumenten abwickeln können. In Anbetracht der Einführung des SEPA setzen sich die Banken genau damit auseinander, welche Produkte und Dienstleistungen sie ihren Kunden anbieten. Die Digitalisierung sowie der Einsatz moderner Technologien werden weiterhin zunehmen. So wird beispielsweise derzeit noch verhandelt, ob es noch möglich sein wird, manuelle Überweisungen vorzunehmen, wenn der SEPA in Kraft getreten ist. Da für dieses Produkt keine europaweiten Daten und Vorschriften existieren, kann es von den Banken auch nicht in ein SEPA-Produkt umgewandelt werden. Der niederländische Bankenverband hat bereits eingeräumt, dass hinsichtlich dieses Themas Handlungsbedarf besteht.


Ergebnisse

Blickt man auf die von VIZIRIS in diesem Bereich in den Niederlanden geleistete Arbeit, kann festgestellt werden, dass VIZIRIS von seinen Partnern im nationalen Forum und bei der Nationalbank als ein wertvoller Partner angesehen wird, der bei Fragen zu Bankgeschäften und Zahlungsverkehr mit einzubeziehen ist. Die Entscheidungsträger scheinen bereit zu handeln und sicherzustellen, dass Behinderte in der Lage sind, ihre Bankgeschäfte und ihren Zahlungsverkehr selbständig zu regeln. Allerdings gehen die Aktionen nach Ansicht von VIZIRIS nicht immer in die richtige Richtung, sodass noch einiges getan werden muss. Der erste sprechende Geldautomat wurde noch nicht installiert und zugängliches Online-Banking wird bisher nur von einer niederländischen Bank angeboten. VIZIRIS erlebt nach wie vor, dass bei der Entwicklung neuer Dienstleistungen und Technologien in diesem Bereich die Bedürfnisse behinderter Kunden nicht automatisch in Betracht gezogen werden.
Aus diesem Grund muss VIZIRIS seine Lobbyarbeit fortsetzen und weiterhin alle Banken auf diese Bedürfnisse hinweisen.

Die in den Niederlanden erzielten Fortschritte werden früher oder später auch in anderen europäischen Ländern realisiert werden. Mit der Einführung des SEPA wird der Zahlungsverkehr vereinheitlicht und somit zu einem europaweiten Thema. Aus diesem Grund möchte VIZIRIS seine Kenntnisse und Erfahrungen an andere EBU-Mitglieder weitergeben.

Bankgeschäfte und Zahlungsverkehr sind internationale Themen, da Hersteller und Lieferanten weltweit tätig sind. Richtlinien für zugängliche Geldautomaten und Zahlungsterminals sind nur effizient, wenn sie zumindest auf europäischer Ebene umgesetzt werden. Da es sich bei den Niederlanden um ein kleines Land handelt, ist der niederländische Markt nicht bedeutend genug, um z. B. Hersteller dazu zu bringen, zugängliche Zahlungsterminals bereitzustellen. Eine Rücksprache mit europäischen Bankverbänden, Einzelhändlern, europäischen Abteilungen internationaler Unternehmen, der entsprechenden Generaldirektion der Europäischen Kommission usw. ist unbedingt notwendig. VIZIRIS würde gerne die Möglichkeiten einer (Wieder)Aufnahme der Tätigkeiten in diesem Bereich mit der Europäischen Blindenunion diskutieren.


Nähere Informationen erteilt Mildred Theunisz, VIZIRIS: m.theunisz@viziris.nl

Zurück zum Inhalt



Die Einführung von Normen und Richtlinien ist unerlässlich

Die EBU-Arbeitsgruppe für den Zugang zu Technologien hat sich in den vergangenen drei Jahren mit der Zugänglichkeit von Online-Banking auseinandergesetzt und festgestellt, dass die vorhandenen Hindernisse nicht an den neuen Technologien selbst liegen, sondern insbesondere dadurch zustande kommen, dass keine einheitlichen Normen für den Entwurf und die Herstellung der entsprechenden Geräte existieren. Die EBU sollte sich auf politischer und institutioneller Ebene prioritär diesem Thema widmen.


Zurück zum Inhalt

 

Veranstaltungskalender

 

EBU-Präsidium


    14-15 September 2007,                     BARCELONA   (Spanien)

Contact : Vaclav Polasek, EBU Secretary General
Email : polasek@sons.cz

    23 Oktober 2007                                 ANTALYA         (Türkei)

Contact : Vaclav Polasek, EBU Secretary General
Email : polasek@sons.cz

 


EBU-Kommissionen


    12 - 13 October 2007                         QAWRA             (Malta)

EU-Verbindungskommission

Kontakt : Rodolfo Cattani
Email : inter@uiciechi.it


____________________________________________________________
 

Andere Organisationen


    20 - 21 September 2007                 GRAZ              (Österreich)

VALORisation of project results for blind and Visually Impaired People (VALORVIP) - Aufwertung von Projektergebnissen zugunsten Blinder und Sehbehinderter

ellschaft nach wie vor diskriminiert und sind auf dem Arbeitsmarkt sowie bei Aus- und Weiterbildung benachteiligt. In den vergangenen Jahren wurden in Europa insbesondere im Rahmen des Programms Leonardo da Vinci mehrere innovative Entwicklungsprojekte durchgeführt, die bei fachgerechter Verbreitung und Nutzung zum Abbau von Barrieren in Aus- und Weiterbildung führen können. Ziel der ValorVIP-Konferenz ist es, der Nachfrage nach innovativen Konzepten für den Abbau von Barrieren mit Angeboten, Produkten und Ergebnissen aus EU-Projekten entgegenzukommen.

Nähere Informationen unter : http://www.valorvip.eu/




    27 – 28 September 2007             Island

Menschenrechte behinderter Menschen – von der Sozialpolitik zur Gleichberechtigung.

Ziel dieser internationalen Konferenz ist die Untersuchung wichtiger rechtlicher Entwicklungen im Bereich der Behindertenrechte auf europäischer und internationaler Ebene sowie ihre Umsetzung in nationales Recht.

Die Konferenz ist ein Programmpunkt des isländischen Beitrags zum europäischen Jahr der Chancengleichheit für alle. Die erwarteten Konferenzteilnehmer umfassen Akademiker, Doktoranden und Experten aus den Bereichen Recht, Soziologie, Politikwissenschaften und Behindertenstudien.

Nähere Informationen und Anmeldung unter www.disabilityrights.is

Isländisches Zentrum für Menschenrechte: www.humanrights.is




    16 – 18 November 2007             MADRID             (Spanien)

Europäisches Behindertenforum – CERMI-Konferenz zum Thema Frauen und Behinderung

Ziel dieser Konferenz, die sich an Frauen und Männer der europäischen Behindertenbewegung richtet und im Rahmen des europäischen Jahres der Chancengleichheit für alle ausgerichtet wird, ist die Förderung der Chancengleichheit und Verbesserung des Lebensstandards von behinderten Mädchen und Frauen in Europa anlässlich des zehnten Jahrestages des EDF-Manifests von behinderten Mädchen und Frauen in Europa.

Die Teilnehmer werden sich aktiv für die Erreichung der folgenden Konferenzziele einsetzen:

1. Eingehende Analyse der wichtigsten Probleme behinderter Mädchen und Frauen hinsichtlich der vollen Ausübung ihrer Bürgerrechte.

2. Bewusstseinsschaffung innerhalb des europäischen Behindertenforums für den Bedarf spezifischer Maßnahmen, um die Chancengleichheit von Frauen zu garantieren und somit gegen das Diskriminierungs- und Ausgrenzungsrisiko aufgrund von Geschlecht und Behinderung vorzugehen.

3. Förderung der Gleichberechtigung von Männern und Frauen durch die Gründung und Unterstützung von nationalen und regionalen Frauenausschüssen und -gruppen innerhalb der europäischen Behindertenbewegung und somit Verbesserung des Dialogs zu wichtigen Themen, die behinderte Mädchen und Frauen sowie Mütter behinderter Kinder betreffen.

Nähere Informationen unter: maria.nyman@edf-feph.org




    28 - 29 November 2007             LONDON                 (Großbritannien)

In Touch With Art – internationale Konferenz zum Thema Kunst, Museen und Sehbehinderung

In Touch With Art ist das Ergebnis der ersten Zusammenarbeit zwischen St Dunstan's und The V&A and Goldsmiths College. Die Konferenz setzt sich mit Schulungsmethoden für Sehbehinderte im Kunstbereich auseinander, untersucht die Erfahrungen von sehbehinderten Künstlern und beschäftigt sich damit, wie sehbehinderte Menschen auf visuelle Kunst in Museen und Kunstgalerien reagieren. 

www.st-dunstans.org.uk

 


    6 - 10 Juli 2008                         MONTREAL             (Kanada)

9. Internationale Konferenz für Sehbehinderte

Bei dieser Konferenz werden Plenarsitzungen und weitere Veranstaltungen angeboten, bei denen bedeutende Akademiker und Forscher die Ergebnisse ihrer Arbeit im Bereich der Sehforschung und Rehabilitation sowie der psychosozialen Aspekte der Wiedereingliederung vorstellen. 

www.vision2008.ca




    4 – 7 Januar 2009                    PARIS                     (Frankreich)

200. Geburtstag von Louis Braille – Internationale Konferenz

Informationen zu der Veranstaltung und das vorläufige Programm können bei der Vereinigung Valentin Hauy angefordert werden. Kontakt: ch.coudert@avh.asso.fr
 

Zurück zum Inhalt